Besucht uns beim „Markt der Möglichkeiten“!

Am 21. Oktober stehen wir euch von 10 bis 16 Uhr im „Campus Center“ beim „Markt der Möglichkeiten“ für Fragen und Diskussionen über Militärforschung und die Zivilklausel an der Uni Kassel zur Verfügung! Zudem suchen wir immer neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Kommt vorbei! Besucht uns am Info-Stand!

AK Zivilklausel auf dem Campus-Fest

Neben vielen anderen studentischen Initiativen war heute auch der AK Zivilklausel Kassel auf dem Nora-Platiel-Straßenfest auf dem kasseler Campus vertreten. Wir haben viele interessante Gespräche über „Militärforschung“ geführt und uns sehr über das regen Interesse gefreut :-)

Das nächste AK-Treffen findet am kommenden Mittwoch – 1. Juli – um 18Uhr in der AStA-Küche (Nora-Platiel-Straße 2) statt. Wir freuen uns immer über neue Gesichter :-) Gerade in einer Zeit zunehmender Aufrüstung und ausufernder deutscher Rüstungsexporte ist es wichtig gegen Militärforschung aktiv zu werden!

Zivilklausel-Arbeitskreis bedauert Fehlinformation: „Mit Transparenz bei der Militärforschung wäre das nicht passiert“

Pressemitteilung – An der Universität Kassel präsentierte Rüstungsforschung ist bereits mehrere Jahre alt. Studentischer Arbeitskreis fordert mehr Transparenz von der Uni-Leitung, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Vor wenigen Tagen hatte der Arbeitskreis Zivilklausel, eine Initiative, die sich gegen Militärforschung an der Universität einsetzt, eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der auf eine Forschungsarbeit für drahtlose Kommunikation in Panzern aufmerksam gemacht wurde: ein Verstoß gegen die Grundordnung der Universität, wie der Arbeitskreis schrieb. Nun dementiert der verantwortliche Elektrotechnik-Dekan: Die aktuell in den Gängen seines Fachgebiets plakatierte Panzer-Forschung – die nicht mit Datum gekennzeichnet ist – sei bereits vor mehreren Jahren abgeschlossen.

Der Arbeitskreis Zivilklausel bedauert die Fehlinformation, unterstreicht aber die Forderung nach Transparenz: „Würde es an der Universität einen offenen und transparenten Umgang mit militärischen Forschungsprojekten geben, wäre die Informationslage für uns genauer gewesen. Der Fall der Panzer-Kommunikation zeigt, dass wichtige Informationen zur Militärforschung an der Universität nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind“, gibt Claudia Holzner vom Arbeitskreis Zivilklausel zu bedenken. Zudem widerspreche nach Ansicht der Studierenden allein das Werben für Kommunikation in Panzern der Verpflichtung der Universität zu rein friedlichen und zivilen Zwecken zu forschen.
Auch der Student Simon Kiebel kritisiert die fehlende Transparenz: „Die Universität Kassel hat als einzige hessische Hochschule die Anfrage der Landesregierung zu rüstungsnaher Forschung nur mit drastischen Einschränkungen beantwortet.“ Tatsächlich hatte die Universität Kassel in ihrer Antwort eigene Kriterien für Militärforschung definiert, nach denen nicht einmal die europaweit führende Rüstungsfirma „Rheinmetall Defence“ als rüstungsnah eingestuft wurde. Und das, obwohl über 72 % der Studierenden sich per Urabstimmung für mehr Transparenz bei Militärforschung ausgesprochen hatten.
Der Senat der Universität sowie das Präsidium haben sich bislang geweigert, der Öffentlichkeit Auskunft über Rüstungsprojekte zu erteilen. Eine bessere Informationslage wäre daher zum Wohle aller, um in Zukunft Fehlinformationen und Verwirrungen bezüglich Forschungsprojekten für Krieg und Militär auszuschließen.
Wie aus der Presse zu entnehmen war, soll die aufgegriffene Arbeit über Kommunikation in Panzern an der Universität Kassel abgeschlossen sein. Offen ist jedoch, in wie weit die Forschungsergebnisse auch tatsächlich in Panzern – eine Grafik zeigte einen „Leopard 2“-Kampfpanzer der Kasseler Rüstungsschmiede „Krauss-Maffei Wegmann“ – umgesetzt wurden. Auch hierüber wünschen sich die Studierenden in Zukunft Aufklärung von der Uni-Leitung: „Wir möchten nochmals eindringlich an die Verantwortlichen an der Universität appellieren, für Transparenz zu sorgen“, so der Student Simon Kiebel. Nur so könne eine sachliche Diskussion über Militärforschung an der Universität Kassel ohne Fehlinformationen stattfinden.

Elektrotechnik-Dekan verstößt mit Kriegsforschung gegen Grundordnung der Universität Kassel

Pressemitteilung – Uni-Leaks: Anonymer Hinweis gab Aufschluss über Forschungsprojekt für drahtlose Kommunikation in Panzern.

Am Fachbereich Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel wird an der drahtlosen Kommunikation in Panzern geforscht. Dabei handelt es sich insbesondere um die Kommuniktion zwischen dem Fahrer und dem Passagier im Panzerturm – eine Grafik am Büro des verantwortlichen Dekans für Elektrotechnik zeigt das Forschungsprojekt anhand eines „Leopard 2“-Kampfpanzers. Aufgrund der vielen leitenden Materialien in Panzern stelle sich drahtlose Kommunikation in Panzern als schwierig heraus, heißt es auf Aushängen zu der Grafik. Das Projekt verfolgt damit eindeutig den Zweck Militärmaterial zu verbessern und verstößt damit gegen die Grundordnung der Universität Kassel.

Vor fast einem Jahr hatte der Senat in der Grundordnung festgeschrieben: „Forschung und Entwicklung, Lehre und Studium an der Universität Kassel sind ausschließlich friedlichen Zielen verpflichtet und sollen zivile Zwecke erfüllen“. Der „Arbeitskreis Zivilklausel“, eine Initiative gegen Kriegsforschung an der Universität, zeigt sich alarmiert: „Wir fordern die Universitäts-Leitung zum einschreiten auf“, so Claudia Holzner von der Arbeitsgruppe. Der Vorfall zeige, dass der vom Senat als „Zivilklausel“ bezeichnete Absatz in der Grundordnung bislang nicht umgesetzt werde: „Scheinbar kann weiterhin ungestört Forschung für Krieg und Militär stattfinden“, empört sich die Studentin.
Um der mangelnden Transparenz bei der meist geheimen Militärforschung entgegenzuwirken, rief der „Arbeitskreis Zivilklausel“ vor knapp zwei Jahren alle Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität dazu auf anonym Informationen über Militärforschung in einen Briefkasten auf dem Campus zu werfen.
In ihrem „Uni-Leaks“-Briefkasten fanden die Studierenden des Arbeitskreises vor kurzem die Fotos von den Aushängen am Fachbereich Elektrotechnik. „Wir haben die Hinweise natürlich überprüft und nachgesehen, ob die Plakate dort wirklich hängen“, erklärt Simon Kiebel von dem Arbeitskreis. Da sich der Verdacht bestätigt hat, fordert der Arbeitskreis Aufklärung: „Handelt es sich hier um eine Kooperationsforschung mit einer der in Kassel ansässigen Rüstungsunternehmen? Wie hoch ist das Auftragsvolumen und wie kann es sein, dass Rüstungsforschung an der Universität Kassel trotz der Vorschrift in der Grundordnung immer noch stattfindet?“, fragt Kiebel. Die Initiative gegen Militärforschung möchte den Fall bald im Senat thematisieren.
Für den Hinweis bedanke sich der Arbeitskreis bei dem anonymen Informationsgeber/der anonymen Informationsgeberin und ruft weiter dazu auf den Briefkasten vor dem Büro des „Allgemeinen Studierendenausschusses“ in der Nora-Platiel-Straße 2 zu nutzen. Wer beim „Arbeitskreis Zivilklausel“ mitmachen möchte könne zudem zur Einführungsveranstaltung am Mittwoch, den 26.11.2014 um 18 Uhr in die Nora-Platiel-Straße 2 kommen.

Foto vom Aushang zur Panzer-Kommunikationsforschung in hoher Auflösung (1)
Foto vom Aushang zur Panzer-Kommunikationsforschung in hoher Auflösung (2)

Infostand beim „Markt der Möglichkeiten“

Wir haben heute auf dem „Markt der Möglichkeiten“ hunderte Flyer und Buttons verteilt und viele interessante Gespräche geführt!

Wer sich nun weiter gegen Militärforschung und für eine friedliche und zivile Universität Kassel einsetzen möchte, kann im November zu unserem Informationsabend kommen:

26. November 2014 / 18 Uhr / AStA-Küche (Nora-Platiel-Straße 2) / Campus Holländischer Platz / Universität Kassel

Wir bringen Kekse mit!